Haus 3 / Raum 1-14
Lichtinstallation, Akademie Schloß Solitude Stuttgart, März 2010
Sound: Mauro Lanza
Die Installation "Haus 3 / Raum 1-14" war Teil der Ausstellung "working title", die in einer Kooperation zwischen Akademie Schloß Solitude Stuttgart und dem Zentrum für Zeitgenössische Kunst Schloß Ujazdowski in Warschau erarbeitet wurde. Im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums beider Institutionen reflektierte die Ausstellung Leben und Arbeiten in Künstlerresidenzen.
Auf den Wänden des ca. 25 qm großen, abgedunkelten Kabinetts bildeten sich die erleuchteten Fenster und Türen aller dahinter verborgenen Räume - der Künstlerstudios im Haus 3 der Akademie Schloß Solitude - ab. Die anamorphotische Darstellung erlaubte zwei Beobachtungspunkte, von denen sich die Geometrie des Gebäudes korrekt verfolgen ließ. Jenseits dieser Standpunkte verschob sich die Perspektive. Der Raum gab sich in seiner wahren Größe zu erkennen. Die Illusion löste sich auf, ohne jedoch an Tiefe zu verlieren. In diesem Wechselspiel zwischen Raum und Bild; zwischen Gebäude und Tapete verwies der Raum auf den Betrachter, auf den Innen- und Außenraum. Die Wand: ein Paradoxon! Sie konnte sowohl Raumgrenze, als auch Moment der Entgrenzung begriffen werden. Das Licht, welches scheinbar vom Mond durch die realen und konstruierten Fenster hereinfiel, war ebenso paradox. Es war das in den Flächen gespeicherte Licht des Innenraumes, welches verlöschte sobald der Raum betreten wurde. Und so kam es, dass man beim Betrachten des Raumes in der virtuellen Weite seinen Schatten vergeblich suchte.








